LKW-Transport und CORONA

By dlm-internationals | Aktualität

Mrz 27

Während sich die Pandemie des Coronavirus auf der ganzen Welt verbreitet, hat die französische Regierung die Ausgangssperre verhängt, wobei die notwendigen wirtschaftlichen Aktivitäten weiter funktionieren.

Diese Gegebenheit erschwert die Arbeitssituation der LKW-Fahrer. Da die Autobahnraststellen gesperrt sind, haben sie nun keinen Zugang mehr zu den Toiletten und Duschen, die ihnen sonst zur Verfügung stehen. Die LKW-Fahrer finden nicht genug Plätze, wo sie ihre meist 38 Tonnen schweren, 16 Meter langen LKWs parken könnten.

„Wir können weder anhalten, noch uns waschen oder ruhen und auch nichts essen!“ verkündigt ein Fahrer am Mikrofon von France OUEST. CORONA ist eine echte sanitäre Krise.

Die LKW-Fahrer sind sehr verärgert. Während dieser Krise sind sie sehr gefordert. Der Straßenverkehr hat durch die Maßnahme der Ausgangssperre zwar stark abgenommen, aber der Güterverkehr bleibt sehr hoch und die LKW-Fahrer haben den Eindruck, abgelehnt zu werden.

Nur zur Erinnerung: Die LKW-Fahrer müssen laut Gesetz alle 4 ½ Std. eine Pause von 45 min einzulegen. Jede Vernachlässigung wird am Tachographen registriert und zieht eine Strafe in einer Höhe von 3 750€ sowie gravierende Strafverfolgungen im Falle eines Unfalls nach sich.

Angesichts dieser Problematik wurden viele Solidaritäts-Initiativen ergriffen. Mit Zustimmung der Regierung wurden viele Raststätten, Parkplätze, Dusch- und Toilettenanlagen wieder geöffnet – zur exklusiven Benützung für LKW-Fahrer.

In dieser Corona-Krisensituation wurden die sozialen Netzwerke genützt, um die nötigen Informationen massiv zu verbreiten.

Weitere Informationen finden Sie unter

https://www.challenges.fr/automobile/actu-auto/covid-19-les-routiers-sont-traites-comme-des-pestiferes_703207